Die Aufnahme von Folsäure ab dem Zeitpunkt des schwanger werden wollens ist von erheblicher Bedeutung: In Ihrem Körper wird ein ausreichender Folsäurespiegel aufgebaut, wenn mit der Zufuhr von Folsäure ab spätestens vier Wochen vor der Befruchtung begonnen wird. Da viele Frauen ihre Schwangerschaft nicht sofort bemerken, ist das ungeborene Kind durch die vorsorgliche Zufuhr ab dem ersten Tag der Schwangerschaft geschützt.
In der 1. bis zur 12. Schwangerschaftswoche erhöht sich der Folsäurebedarf auf das Doppelte des Normalbedarfs, also von 0,4 Milligramm auf 0,8 Milligramm pro Tag.
Während der ersten drei Monate bilden sich die Grundlagen für Knochen, Organe und Nerven. In dieser Zeit wird auch das „Neuralrohr“ angelegt, aus dem Rückenmarkskanal und das Gehirn entstehen. Das „Neuralohr“ bildet gleichzeitig die Grundlage für das zentrale Nervensystem. Durch einen Folsäure-Mangel können Neuralohr-Defekte entstehen. Beispiele dafür sind Entwicklungsstörungen des Gehirns sowie Lippen-, Kiefer-, und Gaumenspalten. Auch ein offener Rücken ist häufig auf einen Mangel an Folsäure zurückzuführen.
Ab der 13. Schwangerschaftswoche sinkt Ihr Tagesbedarf an Folsäure auf 0,4 Milligramm. In dieser Zeit fördert sie das Wachstum des Kindes, sorgt für die Entwicklung eines gesunden Geburtsgewichts und verhindert eine Frühgeburt.
Während der Stillzeit stellt die Muttermilch die einzige Nährstoffquelle für Ihr Kind dar. Auch Folsäure, welche unabdingbar für die gesunde Entwicklung und das Wachstum des Säuglings ist, kommt Ihrem Kind über die Muttermilch zugute. Zudem wird durch die Zufuhr von Folsäure Ihr eigener Folsäurespiegel in der kräftezehrenden Stillzeit reguliert. Es werden 0,4 Milligramm, d.h. 1 Kapsel pro Tag, empfohlen.