Zwillingsgeburten

Viele Frauen wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Nachdem sie schließlich schwanger sind, ist die Überraschung dann oft umso größer: der Arzt erklärt bereits bei der ersten Ultraschalluntersuchung, dass sie Zwillingsmütter werden.
Junges Paar

Mehrlingsgeburten sind zwar immer noch selten, dennoch kann insbesondere im letzten Jahrzehnt ein Anstieg beobachtet werden. Gründe hierfür sind vor allem künstliche Befruchtungen sowie Hormonbehandlungen. In Familien, in denen schon mehrmals Zwillingsgeburten aufgetreten sind, ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass die werdenden Eltern sich auf Zwillinge „gefasst“ machen können.

Aber auch das Alter der Frau spielt eine Rolle: je älter die Frau, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie Zwillinge zur Welt bringt. Denn mit zunehmendem Alter produziert der weibliche Körper mehr Eisprungauslösende Hormone, es kann also sein, dass die Eierstöcke deshalb mehrere Eizellen „loslassen“.

Man unterscheidet zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen. Die Chance, zweieiige Zwillinge zu bekommen, ist dreimal größer als bei eineiigen Zwillingen, die Häufigkeit eineiiger Zwillinge liegt bei 1 zu 300.

Eineiige Zwillinge entstehen aus einer befruchteten Eizelle, welche sich in zwei separate Keimanlagen teilt. Eineiige Zwillinge haben im Gegensatz zu zweieiigen Zwillingen immer das gleiche Geschlecht und identische Erbanlagen.


Junges Paar

Zweieiige Zwillinge entstehen aus der Befruchtung von zwei Eizellen, die Babys wachsen getrennt voneinander in einer eigenen Plazenta und Fruchthöhle heran. Das Geschlecht bei zweieiigen Zwillingen muss nicht übereinstimmen, sie ähneln sich genetisch so wie Geschwister.

Hinweise auf eine Mehrlingsschwangerschaft können nicht nur medizinisch, sondern auch am Körper der Mutter erkannt werden: die Gebärmutter ist bereits größer als es der Schwangerschaftszeit angemessen ist und Bauchumfang und Gewicht der werdenden Mutter nehmen schneller zu.

Da Mehrlingsschwangerschaften auch immer als Risiko eingestuft werden, entscheiden sich viele Frauen in einem solchen Fall für eine Geburt durch Kaiserschnitt (siehe Artikel).

 

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